Gemeinsam die Zukunft gestalten Anhaltende Armut beenden Alle Menschen und unsere Erde respektieren
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Der 17. Oktober ist seit 1987 Welttag zur Überwindung extremer Armut.
Als sich dem Aufruf von Joseph Wresinski folgend Tausende von Menschen aller Gesellschaftsschichten
auf dem Platz der Freiheit und der Menschenrechte in Paris versammelten und bekundeten:

«Wo immer Menschen dazu verurteilt sind, im Elend zu leben, werden die Menschenrechte verletzt.
Sich mit vereinten Kräften für ihre Achtung einzusetzen, ist heilige Pflicht.»

1992 wurde der 17. Oktober von der UNO als internationaler Jahrestag anerkannt. Seitdem appellieren Menschen auf der ganzen Welt jedes Jahr daran, dass wir Menschen die Armut beenden können. Dieser Tag bringt uns mit Familien in Bujumbura in Burundi, zusammen, die betonen: "Wir werden uns weiter von der Dunkelheit ins Licht bewegen und an Gewissheit gewinnen, unsere Lebensbedingungen in unserem Land zu verbessern."

In den letzten zwei Jahren geriet unsere Welt durch die Pandemie von Covid-19 in eine Krise, die die Ungleichheit verstärkt und die Situation der von Armut betroffenen Personen weiter verschlechtert hat. Sie sind Opfer von Umweltzerstörung, haben ungenügenden Zugang zu staatlichen Massnahmen und sind bedroht davon, von Generation zu Generation weiter zurückzubleiben. Von den nachhaltigen Entwicklungsbestrebungen ausgeschlossen, werden sie zudem für ein Verhalten verantwortlich gemacht, das als nicht nachhaltig angesehen wird.

Jedoch ist ihre Bedeutung im Aufbau unserer Zukunft offensichtlich. Als wesentliche Handlungsträger des Wandels wirken sie jeden Tag, um der anhaltenden Armut ein Ende zu setzen; sie erfinden und bewirken innerhalb ihrer Familien und der Gemeinschaft unablässig Aktivitäten und Verhaltensweisen, die Mensch und Natur respektieren und dadurch ermöglichen sie, die Folgen der Armut im Alltag besser zu bewältigen.

Wir befinden uns an einem Scheideweg - eine dringliche Gelegenheit, Konzepte neu zu denken und anders zu handeln. Die Stärkung der Handlungskompetenz der Betroffenen wird verhindern, dass Krisen die Prekarität verschärfen und als "doppelte Folgen" erlitten werden müssen. Wie Chrismaine aus Haiti erkärt: "Indem wir dem Weiterbestehen der Armut ein Ende setzen, wird sich die Erde gerechter drehen".

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